Die Wahlausgabe der EVP-Zeitung ist da!
… für die EVP eine sehr traurige Geschichte:
4 der bisherigen 9 Grossratsmitglieder dürfen ihre Arbeit im Kantonsparlament nicht weiterführen. Die Resultate sind teilweise sehr knapp - im Oberland zum Beispiel fehlen René Müller knapp 13 Listen zur Wiederwahl. Im Jura bernois und im Wahlkreis Biel-Seeland verliert die EVP je einen Sitz trotz deutlichem Stimmenzuwachs gegenüber 2022. Im Oberaargau verpasst die EVP wie vor 4 Jahren den Sitz sehr knapp - bei einer Wahlbeteiligung von unter 30 %.
Die sich seit Corona verschärfende gesellschaftliche Spaltung und Polarisierung - auch in christlichen Kreisen - läuft differenzierter Politik leider zuwider. Viele Leute ertragen es nicht mehr, dass das Leben und die Antworten auf drängende Fragen meistens nicht nur schwarz-weiss sind. Für die EVP bleibt die Hoffnung, dass sich dies früher oder später wieder ändern wird.
Vielen herzlichen Dank allen Wählenden, allen Kandidierenden, allen Wahlhelfenden und ganz besonders all denen, die sich weiterhin fürs Gemeinwohl und fürs Überwinden von Gräben einsetzen.
Ein Blick noch auf das unverständliche und unfaire Sitzzuteilungssystem:
Mit 5.1 % Wählendenanteil erhält die EVP noch 5 Sitze.
Die EDU mit 4.8 % Anteil bekommt 8 Sitze.
Die GLP mit 8.7 % erhält 15 Sitze.
In 10 Kantonen – u.a. ZH, AG, GR und SH – werden die Sitze im Kantonsparlament nach «Pukelsheim» zugeteilt. Diese Berechnungsmethode sorgt dafür, dass jede Stimme aus allen Wahlkreisen genau das gleiche Gewicht hat und derjenigen Partei zugutekommt, für die sie abgegeben wurde. Undurchsichtige Listenverbindungen fallen weg. Im Kanton Bern hat die EVP, zusammen mit anderen Parteien, bereits dreimal versucht, dieses fairste aller Wahlsysteme einzuführen. Leider haben es die beiden grossen S-Parteien bisher immer verhindert, weil sie vom aktuellen System tendenziell bevorteilt werden.