NEIN zur Initiative für Ernährungssouveränität

Mit einer Ja- zu 37 Nein-Stimmen votier­ten die Dele­gier­ten der EVP Kan­ton Bern gegen die sehr weit­ge­hende Volks­in­itia­tive «Für Ernäh­rungs­sou­ve­rä­ni­tät. Die Land­wirt­schaft betrifft uns alle».

 

Die Initia­tive wurde von den Gewerk­schaf­ten Uniterre und L'autre syn­di­cat lan­ciert. Sie for­mu­liert ein 10-Punkte-Programm für eine diver­si­fi­zierte und nach­hal­tige lokale Land­wirt­schaft, die frei von gen­tech­nisch ver­än­der­ten Orga­nis­men und in der Lage sein soll, Beschäf­ti­gung und gute Lohn­be­din­gun­gen zu bie­ten. Der gefor­derte staat­liche Ein­griff in die Agrar­po­li­tik geht weit.

Mit der Annahme der Initia­tive zur Ernäh­rungs­si­cher­heit im Sep­tem­ber 2017 sind viele For­de­run­gen der neuen Initia­tive bereits erfüllt: Erhalt der bäu­er­li­chen Struk­tu­ren und der Kultur­flächen, För­de­rung einer nach­hal­ti­gen und res­sour­cen­ori­en­tier­ten Pro­duk­tion der Nah­rungs­mit­tel, Sub­ven­ti­ons­ver­bot für Exporte und Ver­län­ge­rung des Gentech-Moratoriums.

Wei­tere For­de­run­gen wie Schaf­fung von mehr Arbeits­plät­zen, Mass­nah­men zur Unter­stüt­zung für direk­ten Han­del und gerechte Preise, Ver­bes­se­rung der Anstel­lungs­be­din­gun­gen und Ver­schär­fung der Zoll­mass­nah­men sind nicht Auf­gabe des Staa­tes oder könn­ten die Wett­be­werbs­fä­hig­keit schwä­chen.

Fazit: Sym­pa­thie für den gut­ge­mein­ten Ansatz ist da, die Initia­tive geht aber klar zu weit.

Chris­tine GroggGross­rä­tin und Bäue­rin