Klares JA zu Velowegen

Die Dele­gier­ten der EVP Kan­ton Bern beschlos­sen ein­stim­mig die Ja-Parole zum Bun­des­be­schluss über die Velo­wege. Die­ser regelt mit einer Ver­fas­sungs­än­de­rung die ein­heit­li­che För­de­rung des Velo­fah­rens über Gemeinde- und Kan­tons­gren­zen hin­weg.

Im März 2015 lan­cierte ein Komi­tee die Velo-Initiative. Sie hatte zum Ziel, den beste­hen­den Ver­fas­sungs­ar­ti­kel zur För­de­rung der Fuss- und Wan­der­wege (Art. 88 BV) mit Bestim­mun­gen über Pla­nung, Erstel­lung und Betrieb eines attrak­ti­ven und siche­ren Velo­net­zes zu ergän­zen. Sowohl dem Bun­des­rat als auch dem Par­la­ment ging die Velo-Initiative zu weit, weil sie zu stark in die Kom­pe­tenz der Kan­tone ein­grei­fen und den Bund zur För­de­rung ver­pflich­ten wollte. Sie spra­chen sich aber für einen direk­ten Gegen­ent­wurf aus, der dem Bund die Mög­lich­keit gibt, Velo­wege zu unter­stüt­zen: Velo­wege sol­len künf­tig recht­lich gleich behan­delt wer­den wie Fuss- und Wan­der­wege. Das Initia­tiv­ko­mi­tee zog die Velo-Initiative zurück.

Pla­nung, Bau und Unter­halt der Velo­wege blei­ben wei­ter­hin Auf­gabe der Kan­tone und Gemein­den. Der Bund wird sie sub­si­diär unter­stüt­zen. Bei einem Ja zur Vor­lage wird das Par­la­ment auf Geset­zes­stufe bestim­men, wie dies kon­kret erfol­gen soll.

Mari­anne Streiff, Natio­nal­rä­tin, Prä­si­den­tin EVP Schweiz