Ja zum geregelten Transitplatz für Fahrende

Kre­dit für den «Tran­sit­platz in Wile­rol­ti­gen», kan­to­nale Abstim­mung vom 9. Februar 2020: Eine breite poli­ti­sche und gesell­schaft­li­che Alli­anz setzt sich für den Tran­sit­platz Wile­rol­ti­gen ein. Damit kann das Pro­blem der irre­gu­lä­ren Land­nah­men durch Fah­rende ent­schärft wer­den. Der Platz bringt einen gros­sen Mehr­wert für die Gemein­den aber auch für die Fah­ren­den.

Der Tran­sit­platz Wile­rol­ti­gen fin­det breite Unter­stüt­zung. Die Unter­stüt­ze­rin­nen und Unter­stüt­zer kom­men aus fast allen gros­sen poli­ti­schen Par­teien, auch der Grosse Rat sagte ganz klar Ja mit 113 gegen 32 Stim­men. Zahl­rei­che Gemein­de­prä­si­den­ten und Gemein­de­räte sind auf­grund ihrer Erfah­run­gen, wel­che sie bereits mit unko­or­di­nier­ten Aktio­nen gemacht hat­ten, eben­falls dafür. Ver­tre­ter der Lan­des­kir­chen äus­sern sich posi­tiv und Kul­tur­schaf­fende unter­stüt­zen die Vor­lage. Der Kan­ton Bern ist recht­lich ver­pflich­tet, Plätze zu bauen. Des­halb kommt auch von Rechts­ex­per­ten Unter­stüt­zung.

Argu­mente für den Tran­sit­platz

Der geplante Tran­sit­platz liegt an einem opti­ma­len Ort: Bevor die Wahl auf Wile­rol­ti­gen fiel, prüfte der Kan­ton meh­rere hun­dert Stand­orte. Der Tran­sit­platz ist eine Erwei­te­rung des beste­hen­den Auto­bahn­rast­plat­zes – aus­schliess­lich erreich­bar über die Auto­bahn und rund einen Kilo­me­ter vom Dorf­zen­trum Wile­rol­ti­gen ent­fernt.
Ein Tran­sit­platz ermög­licht klare Regeln und ver­bind­li­che Abma­chun­gen. Ein Platz­re­gle­ment ord­net das Zusam­men­le­ben auf dem Platz und mit der Nach­bar­schaft, die Auf­ent­halts­dauer oder die Abfall­ent­sor­gung. Und ganz zen­tral: Der Kan­ton küm­mert sich um den Betrieb – das ent­las­tet die Gemeinde. «Der Tran­sit­platz führt zu einem Gewinn für alle», sagt Simon Röth­lis­ber­ger, Geschäfts­füh­rer der Stif­tung Zukunft für Schwei­zer Fah­rende. Ein offi­zi­el­ler Platz trägt wesent­lich dazu bei, dass es weni­ger irre­gu­läre Land­nah­men gibt. Damit ver­rin­gert sich der hohe Auf­wand für Kon­trol­len und poli­zei­li­che Räu­mun­gen. Aus­län­di­sche Fah­rende wis­sen, dass es einen Platz im Kan­ton gibt und wo sie sich auf­hal­ten dür­fen. Die Nut­zung des Plat­zes ist übri­gens nicht gra­tis: Für ihren Auf­ent­halt sowie für Was­ser, Strom und Abfall­ent­sor­gung zah­len die Fah­ren­den eine Gebühr. «Unsere Gemeinde wurde schon oft von Fah­ren­den auf­ge­sucht», sagt der Gemein­de­prä­si­dent von Brügg, Marc Meichtry, «das war jedes Mal ein Tohu­wa­bohu. Nun braucht es eine Lösung. Der Tran­sit­platz in Wile­rol­ti­gen ist eine sol­che Lösung.»

Die Rede­texte des Point de Presse vom 14. Januar 2020 fin­den sich hier:


Unter­stüt­zungs­ko­mi­tee «Ja zum Tran­sit­platz für Fah­rende» –
Wei­tere Infor­ma­tio­nen für Medi­en­schaf­fende: Simon Röth­lis­ber­ger, Geschäfts­füh­rer Stif­tung Zukunft für Schwei­zer Fah­rende Tel. 031 552 13 10; simon.roethlisberger(at)stiftung-fahrende.ch

Mehr Infor­ma­tio­nen zur brei­ten poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Alli­anz für den Tran­sit­platz Wile­rol­ti­gen

Unter­stüt­zungs­ko­mi­tee (Aus­wahl)
San­dra Hess, Stadt­prä­si­den­tin Nidau und Gross­rä­tin FDP; The­res Lau­ten­schla­ger, Gemein­de­prä­si­den­tin Stu­den; Luc Men­tha, Gross­rat SP; Christa Mark­wal­der, Natio­nal­rä­tin FDP; Tho­mas Brön­ni­mann, Gross­rat GLP; Daniel Arn, Gross­rat FDP, Unter­neh­mer; Giu­sep Nay, alt Bundesrichter/-gerichtspräsident; Jonas Weber, Pro­fes­sor Uni­ver­si­tät Bern; Vania Kohli, Gross­rä­tin BDP; Sil­via Steidle, Gemein­de­rä­tin Biel, FDP; Jürg Hal­ter, Schrift­stel­ler; Chris­tine Badert­scher, Natio­nal­rä­tin Grüne, Mit­glied Vor­stand Ber­ner Bau­ern­ver­band; San­dra Künzi, Auto­rin; Anna-Katharina Zen­ger, Gemein­de­rä­tin Ueten­dorf; Daniel Huber, Prä­si­dent Rad­ge­nos­sen­schaft der Land­strasse; Fino Win­ter, Prä­si­dent Sinti Schweiz; Ste­fan Hei­ni­chen, Ver­tre­ter Roma in der Eidg. Kom­mis­sion gegen Ras­sis­mus; Béa­trice Wertli, Prä­si­den­tin CVP Kan­ton Bern; Alec von Graf­fen­ried, Stadt­prä­si­dent Bern; Rolf Wälti, Gemein­de­prä­si­dent Büren an der Aare; Anita Lugin­bühl, Gross­rä­tin BDP, Hans Schär, Gross­rat FDP Schön­ried, Unter­neh­mer; Mar­tin Leu­en­ber­ger, Pfar­rer, Prä­si­dent Evangelisch-Reformierter Pfarr­ver­ein Bern-Jura-Solothurn; Nata­lie Imbo­den, Gross­rä­tin Grüne; Nadine Mass­hardt, Natio­nal­rä­tin SP; Peter Krä­hen­bühl, Alt-Gemeindepräsident Rüschegg; Bänz Mül­ler, Gemein­de­prä­si­dent Woh­len; Marc Meichtry, Gemein­de­prä­si­dent Brügg.

Die Namen von wei­te­ren Per­so­nen im Unter­stüt­zungs­ko­mi­tee, ihre State­ments sowie das aus­führ­li­che schrift­li­che Argu­men­ta­rium fin­den sich unter www.transitplatz-ja.ch
In kur­zen Videos nen­nen Mit­glie­der des Unter­stüt­zungs­ko­mi­tees Gründe, die für die Vor­lage spre­chen www.transitplatz-ja.ch/videos/

  • Aktu­el­ler Stand Par­teien, die ja sagen: FDP die Libe­ra­len Kan­ton Bern, Grüne Kan­ton Bern, Sozi­al­de­mo­kra­ti­sche Par­tei SP Kan­ton Bern, Jung­frei­sin­nige Kan­ton Bern, Alter­na­tive Liste AL Bern, Grün­li­be­rale Kan­ton Bern, Evan­ge­li­sche Volks­par­tei EVP Kan­ton Bern, Junge Grün­li­be­rale Kan­ton Bern, Christ­lich­de­mo­kra­ti­sche Volks­par­tei CVP Kan­ton Bern
  • Für einen acht­sa­men Umgang mit Min­der­hei­ten spricht sich die refor­mierte Kir­che Bern-Jura-Solothurn aus. Die Ver­tre­ter der Christ­ka­tho­li­schen Kir­che des Kan­tons Bern und des Bis­tums Basel/katholische Kir­che sagen ja zur Vor­lage.
  • Der Prä­si­dent des Schwei­zer Gemein­de­ver­ban­des, Han­nes Ger­mann, äus­sert sich in einem Grund­satz­state­ment für die schweiz­weite Schaf­fung von genü­gend Hal­te­plät­zen.