JA zum Covid-19-Gesetz

Im Juni 2021 hat das Stimm­volk nach einem ers­ten Refe­ren­dum das Covid-19-Gesetz mit 60% gut­ge­heis­sen. Damals ging es um ein umfas­sen­des Wirt­schafts­pa­ket. Am 28. Novem­ber stim­men wir erneut dar­über ab, aller­dings nur über die neuen Teile des Geset­zes, die im März 2021 vom Par­la­ment geän­dert wor­den waren.

Gegen diese Ände­run­gen wurde eben­falls das Refe­ren­dum ergrif­fen, wobei sich die Geg­ner­schaft vor allem gegen das Covid-Zertifikat wehrt, das nach dem 3G-Prinzip (gene­sen, geimpft, getes­tet) aus­ge­stellt wird und Aus­land­rei­sen sowie grös­sere Ver­an­stal­tun­gen wie­der mög­lich machen soll. Andere Ände­run­gen betref­fen die Aus­wei­tung der Finanz­hil­fen auf Selbst­stän­dige oder Kunst­schaf­fende, den Aus­bau des Con­tact Tra­c­ings und die Mög­lich­keit, Covid-Tests vom Bund zu för­dern und zu finan­zie­ren. Des Wei­te­ren wird der Bund auf­ge­for­dert, die Kan­tone bes­ser in seine Kri­sen­po­li­tik ein­zu­bin­den und die Pan­de­mie­ein­schrän­kun­gen so mild und so kurz wie mög­lich zu hal­ten.

Die Dele­gier­ten der EVP Schweiz sag­ten deut­lich ja zu die­sen Ände­run­gen, die als dring­li­ches Gesetz unmit­tel­bar in Kraft getre­ten waren. Eine Über­las­tung des Gesund­heits­sys­tems lässt sich beim aktu­el­len Impf­fort­schritt nur mit der Zer­ti­fi­kats­stra­te­gie (geimpft, getes­tet, gene­sen) ver­hin­dern. Eine tem­po­räre Zer­ti­fi­kats­pflicht mit Augen­mass ist das klei­nere Übel gegen­über erneu­ten weit­rei­chen­den Ein­schrän­kun­gen für alle.

Mela­nie Beutler-Hohenberger, Gross­rä­tin, Gwatt