EVP zum Prüfbericht Sozialhilfe: Experten liefern plausible und solide Zahlen

Die EVP ist erleich­tert, dass der Exper­ten­be­richt zu den finan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen des revi­dier­ten Sozi­al­hil­fe­ge­set­zes (SHG) solide und plau­si­bel aus­ge­fal­len ist. Er zeigt ins­be­son­dere, dass die Kos­ten, die der Regie­rungs­rat für die «Ergän­zungs­leis­tun­gen für ältere Arbeit­neh­mende» (ELA) ver­an­schlagt, weit ent­fernt von der Rea­li­tät sind. Die von den Exper­ten errech­ne­ten Zah­len sind hin­ge­gen rea­lis­tisch und durch­aus finan­zier­bar. Berück­sich­tigt man zusätz­lich die lang­fris­ti­gen Aus­wir­kun­gen der ELA gegen die Alters­ar­mut, lohnt es sich umso mehr, diese ein­zu­füh­ren und damit dem Volks­vor­schlag zuzu­stim­men.

Die Zah­len, die im Exper­ten­be­richt errech­net wur­den, genies­sen bereits von ver­schie­de­ner Seite her Akzep­tanz, so dass nun der Erstel­lung der Abstim­mungs­bot­schaft für den 19. Mai 2019 nichts mehr im Wege steht. Die EVP ist zufrie­den, dass dem Zah­len­streit zwi­schen Regie­rungs­rat und Komi­tee Volks­vor­schlag nun beige­legt ist und die SHG-Vorlage nun sach­lich dis­ku­tiert wer­den kann. Die ins­ge­samt beschei­de­nen Ein­spa­run­gen, die durch das revi­dierte SHG auf Kos­ten der Ärms­ten erreicht wer­den sol­len, erach­tet die EVP als frag­wür­dig. Betrach­tet man die lang­fris­ti­gen Aus­wir­kun­gen der Kür­zun­gen im Grund­be­darf der Sozi­al­hilfe, stellt sich sowieso die Frage, inwie­fern diese Ein­spa­run­gen tat­säch­lich zum Tra­gen kom­men bzw. inwie­fern sie sich letzt­lich als Bume­rang erwei­sen.

 
Wei­tere Aus­künfte: 
- Bar­bara Streit-Stettler, Gross­rä­tin und Mit­glied des Komi­tees Volks­vor­schlag, Tel. 079 783 54 78- 
- Chris­tine Schnegg, Gross­rä­tin und Prä­si­den­tin der EVP-Fraktion, Tel. 076 536 62 88.