EVP fordert fairere Anpassung der Kinderzulagen

Fami­lien sind in der Schweiz über­durch­schnitt­lich armuts­ge­fähr­det. Stän­dig stei­gende Kos­ten für Unter­kunft, Nah­rung, Ener­gie, Gesund­heit oder Betreu­ung belas­ten das Haus­halts­bud­get mas­siv. Die EVP for­dert nun in einem Vor­stoss, die Fami­li­en­zu­la­gen künf­tig nach dem soge­nann­ten Misch­in­dex anzu­pas­sen. Die­ser bezieht neben der Ent­wick­lung der Kon­su­men­ten­preise auch die der Löhne mit ein.

Der Bun­des­rat soll nach dem von EVP-Nationalrat Marc Jost, BE, ein­ge­reich­ten Vor­stoss die Gesetze so ändern, dass sich die Anpas­sun­gen der Min­dest­an­sätze bei den Fami­li­en­zu­la­gen künf­tig am soge­nann­ten Misch­in­dex ori­en­tie­ren.

«Heute wer­den die Fami­li­en­zu­la­gen nur dann ange­passt, wenn der Lan­des­in­dex der Kon­su­men­ten­preise um min­des­tens 5 Punkte gestie­gen ist. Der Lohn­in­dex spielt dabei keine Rolle. Ent­spre­chend sind die Fami­li­en­zu­la­gen seit 2006 unver­än­dert geblie­ben – trotz zum Teil star­ker Infla­tion.»
Marc Jost, Natio­nal­rat, BE

AHV, BVG, Ergän­zungs­leis­tun­gen oder IV wer­den bereits heute nach dem Misch­in­dex ange­passt. Die­ser be-rücksichtigt sowohl die Kon­su­men­ten­preise als auch den vom Bun­des­amt für Sta­tis­tik ermit­tel­ten Lohn­in­dex. In den letz­ten zwan­zig Jah­ren ist die Min­dest­rente bei der AHV ent­spre­chend um ca. 0,8 Pro­zent pro Jahr ge-stiegen.
Fami­li­en­zu­la­gen bie­ten eine Unter­stüt­zung für alle Fami­lien, unab­hän­gig vom gewähl­ten Betreuungs- und Erwerbs­mo­dell. Sie erlau­ben den Fami­lien, ihr Familien- und Betreu­ungs­mo­dell selbst zu wäh­len. Sie tra­gen so dazu bei, die Kin­der­be­treu­ung unab­hän­gig vom Fami­li­en­mo­dell finan­zi­ell trag­bar zu machen.

 

Kon­takt:
Marc Jost, Natio­nal­rat: 076 206 57 57
Roman Rutz, Gene­ral­se­kre­tär EVP Schweiz: 078 683 56 05
Dirk Mei­sel, Lei­ter Kom­mu­ni­ka­tion EVP Schweiz: 079 193 12 70