Bericht von EVP-Grossrätin Melanie Beutler zur Septemberession des Grossen Rates

Die Sep­tem­bers­sion des Gros­sen Rates war von kur­zer Dauer, aber nicht min­der inter­es­sant. EVP-Grossrätin Mela­nie Beut­ler berich­tet über die wich­tigs­ten Geschäfte aus Sicht der EVP.

Die kurze Sep­tem­ber­ses­sion 2018 hatte für mich nebst Rats­ge­schäf­ten auch einen gros­sen Reich­tum an EVP inter­nen Begeg­nun­gen parat. So star­ten wir z.B. als Frak­tion neu in die Ses­sion mit einer ganz­tä­gi­gen Frak­ti­ons­sit­zung im Schloss­gut in Münsin­gen bei Kol­lege Hans Kip­fer. Wei­ter brachte uns die Rat­haus­be­sin­nung mit Pfar­rer Beat Kunz einen ehe­ma­li­gen EVP-Kandidaten und jet­zi­gen Bun­des­haus­pfar­rer ins Rat­haus.

Ganz wert­voll war für mich auch der dies­jäh­rige Frak­ti­ons­aus­flug, der unsere Frak­tion mit rund 20 Ehe­ma­li­gen und Ehe­part­ne­rin­nen in den Ber­ner Jura auf den Hof von Gross­rats­kol­lege Tom Ger­ber, in die Scho­ko­la­den­fa­brik Camille Bloch (Ragusa!) sowie auf die Spu­ren der Täu­fer führte. Gute Gesprä­che, fei­nes Essen und einen iden­ti­täts­stif­ten­den Blick in die Ver­gan­gen­heit run­de­ten die­sen son­ni­gen Tag ab.

Die Rats­ge­schäfte star­te­ten mit zwei Anlie­gen aus der Feder von EVP-Grossrat Ruedi Löf­fel und Alt-Grossrat Phil­ippe Mes­serli. So sagte der Rat JA zur Stär­kung von Volks­vor­schlä­gen gegen­über Even­tual­an­trä­gen aus dem Gros­sen Rat und es wurde eine Hürde ins Gesetz über die poli­ti­schen Rechte ein­ge­baut, so dass Juxkan­di­die­rende bei zwei­ten Wahl­gän­gen keine unnö­tige und teure büro­kra­ti­sche Maschi­ne­rie in Gang mehr set­zen kön­nen. Mit ver­ein­ten Kräf­ten setzte sich der Grosse Rat mit dem Regie­rungs­rat dafür ein, dass das Radio­stu­dio der SRG in Bern blei­ben kann. Dies lei­der ohne Erfolg, wie der Ent­scheid der Ver­ant­wort­li­chen kurz dar­auf schlies­sen lässt.

Mela­nie Beut­ler setzte sich mit einer Frak­ti­ons­mo­tion dafür ein, dass pri­vate Initia­ti­ven in der fami­li­en­er­gän­zen­den Kin­der­be­treu­ung gleich gesetzt wer­den mit Kitas und Tages­fa­mi­lien, damit Eltern in Zukunft ihre Betreu­ungs­gut­scheine über­all anrech­nen las­sen kön­nen. Tom Ger­ber hatte mit sei­nem Pos­tu­lat betref­fend Prü­fung, ob sich die Wah­len in den Bern­ju­ras­si­schen Rat in einem ein­zi­gen Wahl­kreis durch­füh­ren las­sen, durch­schla­gen­den Erfolg. Lei­der weni­ger erfolg­reich war Bar­bara Streit mit ihrer Stan­des­in­itia­tive betref­fend einer Har­mo­ni­sie­rung der Unter­neh­mens­steu­ern zur Stop­pung des rui­nö­sen inter­kan­to­na­len Steu­er­wett­be­werbs.

Gegen Ende der Ses­sion sprach sich Marc Jost gegen Ende der Ses­sion posi­tiv zum Anlie­gen von Seel­sor­gean­ge­bo­ten für Ange­hö­rige nicht aner­kann­ter Reli­gio­nen in Gefäng­nis­sen aus, was die EVP durch Alt-Grossrat Patrick Gstei­ger schon ein­mal gefor­dert hatte.

Mela­nie Beut­ler, Gwatt (Thun)