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Medienmitteilungen

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27.04.2021  | JA zum Schutz von Mensch und Umwelt - 5x JA am 13. Juni 2021

Die Dele­gier­ten der EVP Kan­ton Bern stim­men der Trinkwasser-​Initiative und der Pestizid-​Initiative zu. Zudem hat die Geschäfts­lei­tung der ber­ni­schen EVP Ja-​Parolen zum CO2-​Gesetz, zum Covid-​19-​Gesetz und zum Ter­ro­ris­mus­ge­setz gefasst. Die EVP befür­wor­tet somit alle fünf eid­ge­nös­si­schen Abstim­mungs­vor­la­gen vom 13. Juni 2021.

Agrar­in­itia­ti­ven: Zum Schutz von Mensch und Umwelt
Nach sehr enga­gier­ter und emo­ti­ons­ge­la­de­ner Dis­kus­sion spre­chen sich die Delegier­ten der Ber­ner

Die Delegierten der EVP Kanton Bern stimmen der Trinkwasser-Initiative und der Pestizid-Initiative zu. Zudem hat die Geschäftsleitung der bernischen EVP Ja-Parolen zum CO2-Gesetz, zum Covid-19-Gesetz und zum Terrorismusgesetz gefasst. Die EVP befürwortet somit alle fünf eidgenössischen Abstimmungsvorlagen vom 13. Juni 2021.

Agrarinitiativen: Zum Schutz von Mensch und Umwelt
Nach sehr engagierter und emotionsgeladener Diskussion sprechen sich die Delegier­ten der Berner EVP mehrheitlich für die Trinkwasser­-In­itia­tive und für die Pestizid-Initiative aus. Trotz verständlicher Bedenken der EVP-Vertreterinnen und Vertreter aus der Landwirtschaft, will die Mehr­hei­t der Delegierten mit diesen Initiativen nötige Schritte zum Schutz von Mensch und Umwelt unterstützen. Das Warten auf das nationale Parlament erscheint der Mehrheit zu unsicher.

Klimawandel: Keine Zeit mehr verlieren
Die EVP-Parteileitung spricht sich vorbehaltlos für das CO2-Gesetz aus. Der auch in der Schweiz bereits deut­lich spür­bare Kli­ma­wan­del for­dert rasches Han­deln. Die Len­kungswirkung der CO2-Abgabe ist belegt, es macht Sinn, sie auf wei­tere Bereiche auszudehnen. Dank der Gel­der aus dem Kli­ma­fonds wird das CO2-Gesetz zudem zum Inno­va­ti­ons­mo­tor für nach­hal­tige Arbeits­plätze und die Weiterentwicklung kli­ma­freund­li­cher Tech­no­lo­gien.

Covid-19-Gesetz: Refe­ren­dum trifft die Fal­schen
Die EVP befürwortet das Covid-19-Gesetz. Es regelt vor allem Mass­nah­men, um die Aus­wir­kun­gen der Covid-19-Pandemie auf Gesell­schaft und Wirt­schaft abzu­fe­dern. Mit einem Nein zu die­sem Gesetz wür­den nur all die­je­ni­gen noch­mals bestraft, die bereits mas­sive wirt­schaft­li­che Fol­gen zu tra­gen haben.

Ter­ro­ris­mus­ge­setz: Prä­ven­tion gegen Gefähr­der
Die EVP steht zudem hinter dem neuen Terrorismusgesetz. Es ergänzt die Schweizer Ter­ro­ris­mus­be­kämp­fung durch prä­ven­tive poli­zei­li­che Mass­nah­men gegen Gefähr­de­rin­nen und Gefähr­der.


Für mehr Informationen:
Christine Schnegg
, Präsidentin EVP BE, 076 536 62 88 

24.04.2021  | EVP nominiert Christine Grogg als Regierungsratskandidatin

Die Dele­gier­ten der EVP Kan­ton Bern haben an ihrer ordent­li­chen Ver­samm­lung Chris­tine Grogg ein­stim­mig als EVP-​Regierungsratskandidatin nomi­niert. Mit der pro­fi­lier­ten Gross­rä­tin aus Thunstetten-​Bützberg strebt die EVP den erst­ma­li­gen Ein­zug in die Ber­ner Regie­rung an. Als echte Mit­te­par­tei will die EVP in der Regie­rung für den nöti­gen Aus­gleich zwi­schen den je drei Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern von SVP-​FDP und Rot-​Grün sorgen.

Chris­tine Grogg ver­fügt dank 10 Jah­ren Enga­ge­ment als Gemein­de­rä­tin (Soziales/​Bildung) über die nötige Exe­ku­ti­ver­fah­rung und sorgt dafür, dass in der

Die Delegierten der EVP Kanton Bern haben an ihrer ordentlichen Versammlung Christine Grogg einstimmig als EVP-Regierungsratskandidatin nominiert. Mit der profilierten Grossrätin aus Thunstetten-Bützberg strebt die EVP den erstmaligen Einzug in die Berner Regierung an. Als echte Mittepartei will die EVP in der Regierung für den nötigen Ausgleich zwischen den je drei Vertreterinnen und Vertretern von SVP-FDP und Rot-Grün sorgen.

Christine Grogg verfügt dank 10 Jahren Engagement als Gemeinderätin (Soziales/Bildung) über die nötige Exekutiverfahrung und sorgt dafür, dass in der Regierung auch die eher ländlichen Regionen des Kantons angemessen vertreten sind. Als diplomierte Bäuerin, Lehrerin, Coach und auch aus vielfältigen leitenden Tätigkeiten in verschiedenen Organisationen, Vereinen und Stiftungen bringt Christine Grogg einen grossen Erfahrungsschatz, ein weitreichendes Beziehungsnetz und insgesamt beste Voraussetzungen für ein Regierungsamt auf kantonaler Ebene mit.

Christine Grogg engagiert sich seit 2014 mit hoher Fachkompetenz im Grossen Rat. Zu ihren politischen Schwerpunkten gehören Bildung, Soziales und Landwirtschaft. Sie setzt sich unter anderem für mehr Chancengerechtigkeit in der Volksschule sowie für eine verbesserte Teilhabe und Mitbestimmung von Menschen mit Behinderungen ein. Als diplomierte Bäuerin liegen ihr der Erhalt der landwirtschaftlichen Nutzflächen, insbesondere der Fruchtfolgeflächen, stark am Herzen. Ebenfalls von zentraler Bedeutung sind für Christine Grogg, die seit 2017 das Blaue Kreuz BE-SO-FR präsidiert, Prävention, Jugendschutz und Gesundheitsförderung.


Auskünfte
Christine Grogg, Grossrätin EVP: 079 696 53 10
Christine Schnegg, Präsidentin EVP BE: 076 536 62 88

30.03.2021  | Kantonale Jahresrechnung 2020 - Ein Lichtblick in der Krise

Die Pan­de­mie dau­ert bereits mehr als ein Jahr, ihr Ende ist nicht abzu­se­hen. Trotz­dem hat der Kan­ton Bern 2020 bei der Erfolgs­rech­nung schwarz abge­schlos­sen. Den Ertrags­über­schuss von 40 Mio. Fran­ken wer­tet die EVP Kan­ton Bern als Licht­blick in der Krise. Das Ergeb­nis deu­tet dar­auf hin, dass in den letz­ten Jah­ren sorg­fäl­tig mit den Finan­zen umge­gan­gen wurde und unter ande­rem ein wahr­nehm­ba­rer Schul­den­ab­bau statt­fin­den konnte.

Dank den Mass­nah­men in frü­he­ren Jah­ren konnte der Kan­ton Bern im Jahr 2020 die Corona-​Ausgaben inklu­sive Rück­stel­lun­gen von 320 Mio. Fran­ken

Die Pandemie dauert bereits mehr als ein Jahr, ihr Ende ist nicht abzusehen. Trotzdem hat der Kanton Bern 2020 bei der Erfolgsrechnung schwarz abgeschlossen. Den Ertragsüberschuss von 40 Mio. Franken wertet die EVP Kanton Bern als Lichtblick in der Krise. Das Ergebnis deutet darauf hin, dass in den letzten Jahren sorgfältig mit den Finanzen umgegangen wurde und unter anderem ein wahrnehmbarer Schuldenabbau stattfinden konnte.

Dank den Massnahmen in früheren Jahren konnte der Kanton Bern im Jahr 2020 die Corona-Ausgaben inklusive Rückstellungen von 320 Mio. Franken offensichtlich verkraften. Die EVP ist sich bewusst, dass sich die Corona-Krise auf der Einnahmeseite erst im Jahr 2021 richtig spürbar auswirken wird, da die Steuern ja immer rückwirkend veranlagt werden. Die EVP unterstützt den Regierungsrat nach wie vor darin, dass er sich im Moment auf das Budget des kommenden Jahres und die Krisenbewältigung fokussiert und die Planjahre rollend angeht. Dass die Schulden ansteigen und die schwarze Ziellinie wohl erst in mehreren Jahren wieder erreicht werden kann, ist kaum zu verhindern. Trotzdem gilt es, nichts zu überstürzen und keine unüberlegten Sparübungen anzuzetteln, die dem fragilen volkswirtschaftlichen Gefüge im Kanton Bern schaden und Arbeitsplätze vernichten.

Gleichzeitig ist für die EVP sonnenklar, dass sich die Krise sicher nicht mit Steuersenkungen überwinden lässt, wie das mantra-mässig von einigen Parteien postuliert wird. Die EVP erachtet es als höchst fragwürdig, nach wie vor an einer Steuerstrategie festzuhalten, die vor der Pandemie unter ganz anderen Voraussetzungen beschlossen wurde.

Dass aus der Investitionsrechnung ein Finanzierungsfehlbetrag von 20 Mio. Franken resultiert, ist zwar wenig erfreulich. Die EVP ist aber mit dem Regierungsrat einverstanden, dass dieser Fehlbetrag nicht sofort kompensiert werden soll, obwohl dies die Schuldenbremse verlangen würde. Gerade in der Krise ist es im Sinne eines antizyklischen Verhaltens wichtig, dass die Infrastruktur nicht vernachlässigt wird, sondern zur Attraktivität des Kantons beiträgt. Allerdings braucht es umgehend eine klare Priorisierung der grossen Investitionsvorhaben, damit die befürchtete Investitionsspitze geglättet werden kann. Die EVP ist irritiert darüber, dass der Regierungsrat bislang in diesem Bereich keine klare Führungsrolle erkennen lässt.

Weitere Informationen:
Barbara Streit-Stettler, Grossrätin, Mitglied Finanzkommission, 079 783 54 78

22.03.2021  | EVP-Grossrätin Barbara Streit-Stettler fordert direkte Medienförderung

Damit sich die Stimm­bür­ge­rin­nen und –bür­ger eine Mei­nung bil­den kön­nen, bedarf es einer mini­ma­len Viel­falt und Qua­li­tät der Medien. Mit einer Motion for­dert Gross­rä­tin Bar­bara Streit-​Stettler, dass der Kan­ton Bern eine Stif­tung grün­det und damit die Bericht­er­stat­tung über kan­to­nale Polit-​Themen in den Medien direkt fördert.

 

Die Zusam­men­le­gung der Lokal-​Redaktionen der Tages­zei­tun­gen «Der Bund» und «Ber­ner Zei­tung» durch die TX Group zeigt ein­mal mehr auf, dass die

Damit sich die Stimmbürgerinnen und -bürger eine Meinung bilden können, bedarf es einer minimalen Vielfalt und Qualität der Medien. Mit einer Motion fordert Grossrätin Barbara Streit-Stettler, dass der Kanton Bern eine Stiftung gründet und damit die Berichterstattung über kantonale Polit-Themen in den Medien direkt fördert.

 

Die Zusammenlegung der Lokal-Redaktionen der Tageszeitungen «Der Bund» und «Berner Zeitung» durch die TX Group zeigt einmal mehr auf, dass die Medienvielfalt und damit pluralistische Berichterstattung über politische Themen vor Ort nicht einfach dem Markt überlassen werden kann. Gleichzeitig ist diese Berichterstattung unabdingbar, damit sich Stimmbürgerinnen und Stimmbürger eine Meinung bilden und am politischen Prozess teilnehmen können.

 

Grossrätin Barbara Streit-Stettler weist auf etliche Beispiele im Ausland hin, wo Stiftungen dafür sorgen, dass eine minimale Vielfalt und Qualität der Medien erhalten werden können. Auch in der Schweiz konnte von einer Studie nachgewiesen werden, dass die Stimmbeteiligung bei lokalen Abstimmungen direkt mit der medialen Berichterstattung vor Ort zusammenhängt. Um den demokratischen Meinungsbildungsprozess auch für kantonale Polit-Themen erhalten zu können, braucht es deshalb nebst der indirekten, die bereits im Kanton Bern in Planung ist, auch eine direkte Förderung der Medienvielfalt.

Für mehr Informationen:
Barbara Streit-Stettler, Grossrätin EVP, 079 783 54 78, barbara.streit@evp-bern.ch

22.01.2021  | EVP will keine zusätzlichen Sonntagsverkäufe

Die Dele­gier­ten der EVP Kan­ton Bern sagen klar Nein zu zusätz­li­chen Sonn­tags­ver­käu­fen. Bei den eid­ge­nös­si­schen Vor­la­gen beschlies­sen sie die Ja-​Parole zum E-​ID-​Gesetz. Nein sagen die Dele­gier­ten hin­ge­gen zum Frei­han­dels­ab­kom­men mit Indo­ne­sien. Stimm­frei­gabe beschlies­sen sie zum Burkaverbot.

Bei der kan­to­na­len Vor­lage leh­nen die EVP-​Delegierten die zwei zusätz­li­chen Sonn­tags­ver­käufe, wie sie die Revi­sion des Geset­zes über Han­del und

Die Delegierten der EVP Kanton Bern sagen klar Nein zu zusätzlichen Sonntagsverkäufen. Bei den eidgenössischen Vorlagen beschliessen sie die Ja-Parole zum E-ID-Gesetz. Nein sagen die Delegierten hingegen zum Freihandelsabkommen mit Indonesien. Stimmfreigabe beschliessen sie zum Burkaverbot.

Bei der kantonalen Vorlage lehnen die EVP-Delegierten die zwei zusätzlichen Sonntagsverkäufe, wie sie die Revision des Gesetzes über Handel und Gewerbe vorsieht (Hauptvorlage), klar ab. Dabei geht es nicht nur darum, das Verkaufspersonal vor zusätzlichen Sonntagsverkäufen zu bewahren, sondern den Sonntag für die gesamte Bevölkerung als Erholungs- und Ruhetag zu erhalten. Dem Trend zur 7x24h-Gesellschaft soll Einhalt geboten werden. Zudem ist es eine Tatsache, dass die Ausdehnung der Ladenöfnungszeiten keine zusätzlichen Umsätze bringen. Dem Eventualantrag, der wie die Hauptvorlage für E-Zigaretten und ähnliche Produkte künftig die gleichen Präventionsvorgaben wie für Zigaretten und herkömmliche Raucherwaren vorschreibt, stimmen die Delegierten hingegen einstimmig zu.

Mehr­heit­lich beschliessen die Dele­gier­ten die Ja-Parole zum E-ID-Gesetz. Mit dem neuen Gesetz definiert der Staat klare, strenge Regeln für ein unkom­pli­zier­tes und möglichst siche­res digi­ta­les Iden­ti­fi­zie­rungs­ver­fah­ren, das strengen Datenschutzauflagen unterliegt.

Zum Wirt­schafts­part­ner­schafts­ab­kom­men zwi­schen den EFTA-Staaten und Indo­ne­sien fassen die Dele­gier­ten mehr­heit­lich die Nein-Parole. Die inak­zep­ta­blen Zoll­kon­zes­sio­nen für Palmöl ver­stär­ken die unwiederbringliche Zer­stö­rung der weltweit artenreichsten Regen­wäl­der. Zudem mangelt es dem Abkom­men an wirk­sa­men Kontroll- und Sank­ti­ons­mög­lich­kei­ten bei Regel­ver­stös­sen gegen Men­schen­rechte und Umwelt­schutz. 

Nach inten­si­ver Dis­kus­sion und knap­pem Parolen-Entscheid beschliessen die Dele­gier­ten Stimm­frei­gabe zur Volks­in­itia­tive «Ja zum Ver­hül­lungs­ver­bot». Im Zen­trum der Dis­kus­sion stehen dabei einer­seits Aspekte der Gleich­be­rech­ti­gung und der Sicherheit sowie ande­rer­seits die feh­lende Not­wen­dig­keit einer Ver­fas­sungs­re­ge­lung für ein kaum vor­han­de­nes Pro­blem.
 

Für mehr Informationen:
Christine Schnegg
, Präsidentin EVP BE, 076 536 62 88  

30.11.2020  | EVP-Grossrätin und -Fraktionspräsidentin Christine Schnegg tritt zurück

Nach 15 Jah­ren Enga­ge­ment tritt die Lys­ser EVP-​Grossrätin Chris­tine Schnegg per Ende Jahr aus dem Kan­tons­par­la­ment zurück. Mit ihr ver­liert die EVP-​Fraktion im Gros­sen Rat eine aus­ser­ge­wöhn­li­che Per­sön­lich­keit und Inte­gra­ti­ons­fi­gur. Nach­fol­ger von Chris­tine Schnegg wird der 51-​jährige Co-​Geschäftsführer der EVP Kan­ton Bern und Gemein­de­rat Phil­ippe Mes­serli aus Nidau.

Chris­tine Schnegg lei­tet seit Mai 2012 die EVP-​Grossratsfraktion und prä­si­diert zudem seit 2013 als erste Frau die EVP Kan­ton Bern. Beide Ämter übt

Nach 15 Jah­ren Enga­ge­ment tritt die Lysser EVP-Grossrätin Christine Schnegg per Ende Jahr aus dem Kan­tons­par­la­ment zurück. Mit ihr ver­liert die EVP-Fraktion im Grossen Rat eine aussergewöhnliche Persönlichkeit und Integrationsfigur. Nach­fol­ger von Christine Schnegg wird der 51-jährige Co-Geschäftsführer der EVP Kanton Bern und Gemeinderat Philippe Messerli aus Nidau.

Christine Schnegg leitet seit Mai 2012 die EVP-Grossratsfraktion und präsidiert zudem seit 2013 als erste Frau die EVP Kanton Bern. Beide Ämter übt sie mit viel Herzblut und Umsicht aus. Christine Schnegg ist eine wichtige Botschafterin der EVP-Politik nach aussen und eine zentrale Integrationsfigur nach innen. 

Zu den Steckenpferden von Christine Schnegg gehören die Gesundheits- und Sozialpolitik. Während ihrer Amtszeit im Grossen Rat hat sie die Familienpolitik im Kanton Bern massgebend mitgeprägt. So geht zum Beispiel das kantonale Familienkonzept auf ihren Vorstoss zurück. Christine Schnegg präsidiert ebenfalls die Mütter- und Väterberatung im Kanton Bern. Während 9 Jahren war sie zudem Mitglied der Justizkommission und im Ausschuss aktiv, der die Wahlen an die Gerichte vorbereitet.

Die überzeugte Familienfrau hat zugunsten ihrer Kinder und ehrenamtlichen Tätigkeiten jahrelang bewusst auf eine berufliche Karriere verzichtet. Nun will sie nach mehrjährigem Engagement auf kommunaler und kantonaler Parlamentsebene eine neue berufliche Herausforderung annehmen. Das Amt als Präsidentin der EVP Kanton Bern wird sie weiterhin ausüben.

Nach­fol­ger von Christine Schnegg wird der 51-jährige Nidauer Gemeinderat Philippe Messerli, Co-Geschäftsführer der EVP Kanton Bern. Der gelernte Historiker und Politologe war von 2006 bis 2010 sowie von 2014 bis 2018 bereits im Kantonsparlament aktiv. Hervorgetan hat sich Messerli mit erfolgreich überwiesenen Vorstössen zur Frühförderungs- und Integrationspolitik sowie zu institutionellen Fragen.

 


Kon­takt:  
Chris­tine Schnegg, Präsidentin EVP Kanton Bern, 076 536 62 88
Philippe Messerli, Co-Geschäftsführer EVP Kanton Bern, 076 588 63 36

04.11.2020  | Rückzug von Susanne Grimm-Arnold als Gemeinderätin von Belp: Die EVP ist empört und zutiefst enttäuscht

Die EVP Kan­ton Bern ist empört und zutiefst ent­täuscht über die Tat­sa­che, dass ihre amtie­rende Gemein­de­rä­tin in Belp nach ihrer glanz­vol­len Wie­der­wahl von meh­re­ren Sei­ten der­mas­sen unter Druck gesetzt wird und wurde, dass sie sich aus­ser­stande sieht, ihr Amt wei­ter aus­zu­üben und des­halb auf den für heute vor­ge­se­he­nen Los­ent­scheid ver­zich­tet hat.

Egal von wem, von wel­cher Seite, mit wel­chen Argu­men­ten oder Moti­ven die per­sön­li­chen Druck­ver­su­che auf Susanne Grimm-​Arnold stam­men, sie sind

Die EVP Kanton Bern ist empört und zutiefst enttäuscht über die Tatsache, dass ihre amtierende Gemeinderätin in Belp nach ihrer glanzvollen Wiederwahl von mehreren Seiten dermassen unter Druck gesetzt wird und wurde, dass sie sich ausserstande sieht, ihr Amt weiter auszuüben und deshalb auf den für heute vorgesehenen Losentscheid verzichtet hat.

Egal von wem, von welcher Seite, mit welchen Argumenten oder Motiven die persönlichen Druckversuche auf Susanne Grimm-Arnold stammen, sie sind inakzeptabel und zeugen von einem erschreckenden Demokratieverständnis.

Die EVP dankt Susanne Grimm-Arnold herzlich für ihr fast achtjähriges Engagement im Belper Gemeinderat und wünscht ihr Ruhe, Weisheit und Kraft, um in den kommenden Wochen und Monaten das Erlebte zu verarbeiten und sich wieder neu auszurichten.

Kontakt: Christine Schnegg, Präsidentin EVP BE, 076 536 62 88

23.10.2020  | Gesetz über die Leistungen für Menschen mit Behinderungen: Präzisierungen und Verbesserungen sind nötig

Die EVP begrüsst die Stoss­rich­tung des Geset­zes über die Leis­tun­gen für Men­schen mit Behin­de­run­gen, das den Betrof­fe­nen mehr Selbst­be­stim­mung und Teil­habe am gesell­schaft­li­chen Leben sowie mehr Wahl­mög­lich­kei­ten bei der Wohn­form ermög­li­chen will. Damit diese wich­ti­gen Ziele erreicht wer­den kön­nen, bedarf es im Gesetz jedoch eini­ger Anpas­sun­gen und Verbesserungen.

Der Para­dig­men­wech­sel von einer objekt­ori­en­tier­ten (Heime, Insti­tu­tio­nen) zu einer sub­jekt­ori­en­tier­ten Unter­stüt­zung (Indi­vi­duen) schafft die Basis,

Die EVP begrüsst die Stossrichtung des Gesetzes über die Leistungen für Menschen mit Behinderungen, das den Betroffenen mehr Selbstbestimmung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sowie mehr Wahlmöglichkeiten bei der Wohnform ermöglichen will. Damit diese wichtigen Ziele erreicht werden können, bedarf es im Gesetz jedoch einiger Anpassungen und Verbesserungen.

Der Paradigmenwechsel von einer objektorientierten (Heime, Institutionen) zu einer subjektorientierten Unterstützung (Individuen) schafft die Basis, um erwachsenen Menschen mit Behinderung einen rechtsgleichen Zugang zu bedarfsgerechten Leistungen zu ermöglichen. Als positiv erachtet es die EVP, dass sich die Betroffenen in Zukunft an der Ermittlung ihres Bedarfes beteiligen können. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Unabhängigkeit der Abklärungsstelle gegeben ist. Mit Vorteil soll das Bedarfsermittlungsverfahren für alle von einem einzigen Anbieter durchgeführt werden, damit eine Gleichbehandlung garantiert ist.

Behinderte Menschen trifft kein Eigenverschulden für ihre Situation. Daher ist eine Deckelung der Finanzen bei den individuellen Unterstützungsleistungen – wie dies das Gesetz mit den Obergrenzen vorgesehen ist – schwer nachvollziehbar. Dies umso mehr, als die zustehenden Leistungen über ein Abklärungsverfahren ermittelt werden. Die eruierten berechtigten Bedürfnisse werden nicht kleiner bei geringeren Finanzen, können aber die versprochene Teilhabe und Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderungen empfindlich schmälern.

Nach Ansicht der EVP behält sich der Regierungsrat generell zu viele Möglichkeiten zur Begrenzung der Wahlfreiheit offen. Einerseits durch die Einführung von Ober- und Untergrenzen, als auch durch die Ausgestaltung von individuellen Hilfsplänen. Zudem kann er bei Bedarf festlegen, in welchen Fällen in der Regel ein ambulanter oder stationärer Leistungsbezug finanziert wird. Dies steht im Widerspruch zum Grundsatz der Selbstbestimmung.

Die vom Kanton vorgesehene periodische Bedarfsplanung und Steuerung im Behindertenbereich erachtet die EVP in dem Sinne als sinnvoll, als damit mögliche Lücken im Angebot aufgedeckt werden können. Es darf aber nicht Aufgabe des Kantons sein, in den Markt einzugreifen. Vielmehr wird eine echte Wahlfreiheit erst durch ein gewisses Überangebot ermöglicht. Der EVP ist es wichtig, dass das Gesetz die unternehmerische Freiheit der Leistungserbringer schützt und stärkt und nicht auf Planwirtschaft setzt.

Insgesamt bleibt im vorliegenden Gesetzesentwurf vieles noch offen und ungeregelt. So sollen beispielsweise die zusätzlichen Voraussetzungen zur Anerkennung von Leistungsansprüchen sowie die Unter- und Obergrenzen der Leistungsgutsprachen erst auf Verordnungsstufe geregelt werden. Die EVP fordert, dass der Regierungsrat bis spätestens zur Gesetzesberatung im Grossen Rat einen Verordnungsentwurf vorlegt und ebenfalls ein ordentliches Vernehmlassungsverfahren zur Verordnung durchführt.

Kontakt:
Melanie Beutler-Hohenberger, Grossrätin, Mitglied GSOK, 079 535 45 59

 

16.10.2020  | Ja zu Verantwortung für Umwelt und Menschenrechte

Die Dele­gier­ten der EVP Kan­ton Bern befür­wor­ten die bei­den Initia­ti­ven für ein Ver­bot der Finan­zie­rung von Kriegs­ma­te­ri­al­pro­du­zen­ten und für die Kon­zern­ver­ant­wor­tung. Die Zustim­mung ist ein kla­res Bekennt­nis zur glo­ba­len Ver­ant­wor­tung der Schweiz für die Umwelt und für die Menschenrechte.

Soziale und öko­lo­gi­sche Ver­ant­wor­tung der Wirt­schaft
Ein­stim­mig Ja sagen die EVP-​Delegierten zur Kon­zern­ver­ant­wor­tungs­in­itia­tive. Die EVP enga­giert

Die Delegierten der EVP Kanton Bern befürworten die beiden Initiativen für ein Ver­bot der Finan­zie­rung von Kriegsmaterialproduzenten und für die Konzernverantwortung. Die Zustimmung ist ein klares Bekenntnis zur globalen Verantwortung der Schweiz für die Umwelt und für die Menschenrechte.

Soziale und ökologische Verantwortung der Wirtschaft
Einstimmig Ja sagen die EVP-Delegierten zur Konzernverantwortungsinitiative. Die EVP engagiert sich für eine starke und leis­tungs­fä­hige Wirt­schaft, die ihre soziale und öko­lo­gi­sche Ver­ant­wor­tung wahrnimmt. Wer Pro­fite erwirt­schaf­tet, ist auch für Schä­den an Men­schen und Umwelt ver­ant­wort­lich und haft­bar. «Wenn Kon­zerne ihre Ver­ant­wor­tung miss­ach­ten, Men­schen­rechte mit Füs­sen tre­ten und die Lebens­grund­la­ge unzäh­li­ger Men­schen zer­stö­ren, muss die Zivil­ge­sell­schaft die Kon­zerne in die Ver­ant­wor­tung neh­men», betont EVP-Grossrat und Unternehmer Markus Wenger an der Delegiertenversammlung.

Beschä­digte Glaub­wür­dig­keit
Die Volks­in­itia­tive für ein Ver­bot der Finan­zie­rung von Kriegs­ma­te­ri­al­pro­du­zen­ten unterstützen die EVP-Dele­gier­ten ebenfalls einstimmig und folgen damit dem Antrag von EVP-Nationalrätin Marianne Streiff. Es ist ein unauf­lös­li­cher Wider­spruch, wenn die Schweiz mit der einen Hand durch die Finan­zie­rung der Kriegs­ma­te­ri­al­pro­duk­tion welt­weit Kon­flikte anheizt, die sie mit der ande­ren Hand diplo­ma­tisch lösen will. Dies beschä­digt ihre Glaub­wür­dig­keit als neu­tral ver­mit­telnde Part­ne­rin.

Für mehr Informationen:
Christine Schnegg
, Präsidentin EVP BE, 076 536 62 88

 

20.09.2020  | Gesetz über die digitale Verwaltung: EVP fordert eine verstärkte Förderung von Open Source Software und Open Data

Die EVP begrüsst die Bemü­hun­gen der Regie­rung, die gesetz­li­chen Grund­lage zur Digi­ta­li­sie­rung der öffent­li­chen Ver­wal­tung zu schaf­fen. Sie for­dert aber eine aktive För­de­rung der Frei­gabe von Open Source Soft­ware und Open Data.

Die EVP unter­stützt das Prin­zip des «digi­ta­len Pri­mats», wonach die Behör­den grund­sätz­lich digi­tal han­deln und kom­mu­ni­zie­ren sol­len. Dadurch las­sen

Die EVP begrüsst die Bemühungen der Regierung, die gesetzlichen Grundlage zur Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung zu schaffen. Sie fordert aber eine aktive Förderung der Freigabe von Open Source Software und Open Data.

Die EVP unterstützt das Prinzip des «digitalen Primats», wonach die Behörden grundsätzlich digital handeln und kommunizieren sollen. Dadurch lassen sich Leistungen an die Bevölkerung verbessern und interne Abläufe rascher und effizienter abwickeln. Ebenso begrüsst die EVP, dass die Digitalisierung mit Information und Anreizen an Bevölkerung und Unternehmen gefördert werden soll. Gleichzeitig ist es aber der EVP wichtig, dass gewisse administrative Dienstleistungen – zumindest für eine Übergangszeit – noch in Papierform angeboten werden. Nicht alle Menschen sind es sich gleichermassen gewohnt, die elektronischen Kommunikationsmittel und -portale zu nutzen. Diese Teile der Bevölkerung dürfen nicht abgehängt werden.

Als positiv erachtet die EVP, dass im neuen Gesetz die Freigabe von Software und Daten der öffentlichen Hand gesetzlich geregelt werden soll. Für die Behörden wird eine gesetzliche Grundlage und damit Rechtssicherheit für eine Praxis geschaffen, die in der heutigen Informatik bereits vielerorts eine Realität darstellt. Durch die Veröffentlichung von Open Source Software wird der Wettbewerb bei den Informatik-Anbietern erhöht und es können Synergien zwischen den Behörden entstehen. Die Freigabe von Open Data fördert Innovationen und kann in der Folge zu mehr Steuereinnahmen und einer Stärkung der Standortattraktivität führen.

Die gesetzliche Grundlage zur Freigabe von Software und Daten der öffentlichen Hand allein wird jedoch nach Ansicht der EVP kaum ausreichen, damit die Softwareentwicklungen der Verwaltung in breitem Masse der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Die Gefahr besteht, dass die zuständigen Behörden nicht von sich aus aktiv werden, da der kurzfristige Nutzen gering, jedoch der personelle und gegebenenfalls materielle Aufwand für die Freigabe relativ hoch sein kann. Es braucht deshalb eine aktive Förderung. Die EVP schlägt vor, einen Fonds zur Finanzierung der dazu notwendigen Arbeiten (Datenschutzprüfung, Sicherheits-Audit, Kommunikation, Community Building etc.) zu schaffen. Die Fondsmittel sollen den Ämtern und anderen öffentlichen Stellen zur Verfügung stehen, wenn sie intern programmierte Software oder im Auftrag an Dritte entwickelte Applikationen freigeben möchten. Ebenso soll mit diesem Fonds die Freigabe von Open Data gefördert werden.

Die EVP fordert zudem, dass Software und Daten prinzipiell zu veröffentlichen sind, falls keine konkreten Gründe und öffentlichen Interessen dagegen sprechen. Damit soll der Grundsatz «Open by Default» auf gesetzlicher Ebene eingeführt werden.

Weitere Informationen:
Matthias Stürmer, Vorstand EVP Stadt Bern, Dozent Universität Bern, 076 368 81 65

21.08.2020  | Voranschlag 2021 und Krisenbewältigung stehen kurzfristig im Vordergrund

Die EVP ist nicht über­rascht, dass der Regie­rungs­rat ange­sichts der Coronavirus-​Krise in den nächs­ten vier Jah­ren eine Neu­ver­schul­dung von rund 2 Mia. Fran­ken pro­gnos­ti­ziert. Die EVP unter­stützt den Regie­rungs­rat darin, dass er sich im Moment auf den Vor­an­schlag 2021 und die Kri­sen­be­wäl­ti­gung fokus­siert und die Plan­jahre mit­tels rol­len­der Pla­nung angeht.

Aus Sicht der EVP geht es nun darum, ange­sichts der her­aus­for­dern­den Situa­tion im Gros­sen Rat zusam­men­zu­ste­hen, damit das qua­li­fi­zierte Mehr von drei

Die EVP ist nicht überrascht, dass der Regierungsrat angesichts der Coronavirus-Krise in den nächsten vier Jahren eine Neuverschuldung von rund 2 Mia. Franken prognostiziert. Die EVP unterstützt den Regierungsrat darin, dass er sich im Moment auf den Voranschlag 2021 und die Krisenbewältigung fokussiert und die Planjahre mittels rollender Planung angeht.

Aus Sicht der EVP geht es nun darum, angesichts der herausfordernden Situation im Grossen Rat zusammenzustehen, damit das qualifizierte Mehr von drei Fünfteln der Mitglieder für die Genehmigung des budgetierten Defizits in der Betriebsrechnung zustande kommt.

Für die weiteren Planjahre fordert die EVP vom Regierungsrat zusätzliche Vorschläge für die Gegenfinanzierung der Aufwandüberschüsse. Dabei dürfen nach Meinung der EVP auch Steuererhöhungen bzw. die Nichtumsetzung von geplanten Steuersenkungen kein Tabu sein.

Die EVP begrüsst das Ansinnen der Regierung, vorläufig keine weiteren Sparpakete zu schnüren. Wie gewohnt, dürften davon vor allem die Bereiche Bildung, Soziales und Gesundheit betroffen sein. Dies würde sich in der aktuellen Krise auf die bernische Bevölkerung fatal auswirken– nicht nur bezogen auf die Gegenwart, sondern auch in Zukunft für unsere Kinder und Enkelkinder.

Unverständlich ist für die EVP, dass sich die Investitionsspitze weiter hinausschiebt. Das deutet auf eine Überforderung der BVD hin, ein Missstand, der dringend angegangen werden muss. Eine gute Infrastruktur ist für die Zukunft des Kantons Bern wichtiger als Steuersenkungen.

Im gleichen Zusammenhang steht die EVP einer Lockerung der Schuldenbremse für Investitionen, wie sie die Parlamentarische Initiative Köpfli vorschlägt, grundsätzlich positiv gegenüber. Hingegen lehnt sie eine Lockerung der Defizitbremse ab. Diese hat sich in der Vergangenheit bewährt. Schon heute enthält sie mit Art. 101 Abs. 3 eine Ventilklausel, die nun in der Corona-Krise angewendet werden kann. Ein zusätzlicher Krisenartikel ist aus Sicht der EVP nicht notwendig.

Weitere Informationen:
Barbara Streit-Stettler, Grossrätin, Mitglied Finanzkommission, 079 783 54 78

19.08.2020  | Ja zu den Familienvorlagen und zu den Kampfjets

Die EVP Kan­ton Bern befür­wor­tet die steu­er­li­che Berück­sich­ti­gung der Dritt­be­treu­ungs­kos­ten für Kin­der, den Vater­schafts­ur­laub und die Beschaf­fung von Kampf­jets. Die Begren­zungs­in­itia­tive und das neue Jagd­ge­setz lehnt die EVP ab.

Die Geschäfts­lei­tung der Ber­ner EVP hat noch vor dem Shut­down die Paro­len zu drei Abstim­mungs­vor­la­gen gefasst, über die am 17. Mai 2020 hätte

Die EVP Kanton Bern befürwortet die steuerliche Berücksichtigung der Drittbetreuungskosten für Kinder, den Vaterschaftsurlaub und die Beschaffung von Kampfjets. Die Begrenzungsinitiative und das neue Jagdgesetz lehnt die EVP ab.

Die Geschäftsleitung der Berner EVP hat noch vor dem Shutdown die Parolen zu drei Abstimmungsvorlagen gefasst, über die am 17. Mai 2020 hätte abgestimmt werden sollen. Die Parolen zum Vaterschaftsurlaub und zu den Kampfjets fassten die Delegierten an ihrer ordentlichen Delegiertenversammlung in Bern.

 

Die Parteileitung spricht sich klar gegen die Begrenzungsinitiative aus. Eine Annahme der Initiative würde der Schweiz die Möglichkeit verbauen, mit gleich langen Spiessen am europäischen Binnenmarkt teilzunehmen und diesen mitzugestalten – mit verheerenden Folgen für die Wirtschaft. Statt mit der Kündigung der Personenfreizügigkeit müssen die negativen Folgen des Wirtschaftswachstums für Verkehrsinfrastruktur, Bodenpreise, Umwelt oder älterer Arbeitssuchende mit gezielten Massnahmen gelöst werden.

Die EVP-Parteileitung befürwortet die steuerliche Berücksichtigung der Drittbetreuungskosten für Kinder. Mit der Erhöhung des Kinderabzugs werden nicht zuletzt auch Familien des Mittelstandes entlastet, die in der Regel nicht von günstigen Kita-Tarifen und Prämienverbilligungen profitieren können. Für die EVP ist wichtig, dass Fremd- und Eigenbetreuung von Kindern nicht gegeneinander ausgespielt werden. Diesem Grundsatz wird die Vorlage gerecht.

Nein sagt die EVP zur Revision des Jagdgesetzes, weil es den Artenschutz aushöhlt. So wären mit dem neuen Gesetz Abschüsse geschützter Tiere möglich, auch wenn diese keine Schäden angerichtet haben. Weiter würde der Bundesrat die Kompetenz erhalten, auch geschützte Tierarten auf die Liste der regulierbaren Arten zu setzen, ohne dass Volk oder Parlament etwas dazu sagen könnten.

Einstimmig befürworten die EVP-Delegierten die Einführung eines bezahlten zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs. Er ermöglicht es den Vätern, in der ersten Zeit der Geburt eine gestärkte Bindung zum Kind aufzubauen. Der Vaterschaftsurlaub ist ein richtiger Schritt hin zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Männer und Frauen gleichermassen. Dank der Lösung über die Erwerbsersatzordnung ist er zudem für alle Arbeitgeber bezahlbar, nicht nur für Grossunternehmen.

Mehrheitlich sprechen sich die EVP-Delegierten für die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge aus. Die Corona-Krise hat einmal mehr gezeigt, dass in schwierigen Zeiten jedes Land zuerst für sich selbst schaut. Die Schweiz muss deshalb in der Lage sein, den eigenen Luftraum, die Bevölkerung und die Infrastruktur zu schützen. Die vorgesehenen Kompensationsgeschäfte stärken zudem den Schweizer Wirtschafts- und Forschungsstandort.

 

Für mehr Informationen:
Christine Schnegg
, Präsidentin EVP BE, 076 536 62 88