JA zum Tram Bern-Ostermundigen

Die EVP Kanton Bern befürwortet den kantonalen Kredit für das verkehrspolitisch wichtige Tram Bern–Ostermundigen.

Die Gemeinden Ostermundigen und Bern sowie das Kantonsparlament haben ja gesagt zum Tram Bern–Ostermundigen und ihren jeweiligen Kostenanteilen. Wegen des Referendums zum Beschluss des Grossen Rates wird das Projekt nun noch den Stimmberechtigten des Kantons vorgelegt.

Kapazitätsprobleme

In Ostermundigen fand in den letzten Jahren ein enormer Wohnungsbau statt. Die Einwohnerzahl stieg seit 2005 um rund 2500 an und steigt weiter. Die Buslinie 10 ist hoffnungslos überlastet. Um dem Andrang einigermassen Herr zu werden, wurde in den Spitzenzeiten bereits vom 3- auf den 2-Minuten-Takt umgestellt. Eine so hohe Dichte von Bussen verlangsamt den motorisierten Individualverkehr drastisch und führt zu Staus. Das Tram würde diese Lage entspannen. Es eine viel höhere Transportkapazität als ein Bus könnte so zu Beginn im 6-Minuten-Takt fahren. Bei Bedarf könnte er später auf 5 oder 4 Minuten erhöht werden.

Zweckmässige Linienführung

Im Rahmen der Zweckmässigkeitsbeurteilung «ÖV Ostermundigen» wurden für das abgelehnte Projekt «Tram Region Bern» zahlreiche Linienführungsvarianten und Verkehrsmittel ausführlich geprüft, darunter Bus- und S-Bahn-Varianten sowie die Linienführung via Guisanplatz). Diese Beurteilungen nach wie vor gültig und die Linienführung deshalb richtig. Für den Anschluss des Rüti-Quartiers ist ein Shuttlebus vorgesehen.
Dass auf Stadtboden eine grössere Anzahl Alleebäume gefällt werden muss, ist unumgänglich. Allerdings werden nach den Bauarbeiten mehr Bäume gepflanzt, als gefällt werden müssen. Auch namhafte Naturschutz- und Umweltorganisationen stehen hinter dem Tram, weil es von der Umweltbelastung her die beste Lösung ist.


Die EVP empfiehlt deshalb am 4. März ein mutiges Ja zum Tram Bern–Ostermundigen.

Renate Bolliger, Mitglied GGR, Ostermundigen