10.05.2011 | EVP Nidau

EVP und Grüne: Lancierung Initiative für ein nachhaltiges Nidau

Nachhaltig handeln – auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft   Noch vor der Atomkatastrophe von Fukushima hat die EVP Nidau Ende Januar 2011 im Rahmen einer parteiinternen Retraite verschiedene Vorschläge für die Steigerung der Energieeffizienz und zur Senkung des Energieverbrauchs erarbeitet. Unter dem Motto „Nachhaltig handeln – auf dem Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft“ lanciert die EVP nun zusammen mit den Grünen eine kommunale Initiative. Gleichzeitig reichen beide Parteien im Stadtrat acht Vorstösse ein, welche die Nidauer Energiepolitik konkret weiterbringen sollen.

Mit der „Initiative für ein nachhaltiges Nidau“ wollen die EVP und die Grünen die Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft bis spätestens 2050 sowie den Ausstieg aus der Atomenergie bis spätestens 2030 erreichen. Diese beiden Zielvorgaben sollen mit einem neuen Artikel zur Nachhaltigkeit verbindlich in der Stadtordnung festgeschrieben werden. Die Sammelfrist für die Initiative beginnt am 10. Mai 2011 und endet 6 Monate später. Beide Parteien sind jedoch zuversichtlich, dass sie die erforderlichen 250 Unterschriften noch vor den Sommerferien zusammenbringen werden.

 

Mit insgesamt 8 Vorstössen (5 Motionen und 3 Postulaten) machen EVP und Grüne zudem konkrete Vorschläge wie die 2000-Watt-Gesellschaft und der Atomausstieg längerfristig verwirklicht werden können. So fordern beide Parteien u.a., dass die Stadt Nidau mit einer Reduktion des Energieverbrauchs, der Förderung erneuerbarer Energien sowie energetischen Sanierungen im Gebäudebereich selber mit gutem Beispiel vorangeht. Zudem soll die Gemeinde die Bevölkerung mit konkreten (finanziellen) Anreizen zu einer besseren Energieeffizienz und zu einem verminderten Energiekonsum motivieren. Die Intitiative sowie die Vorstösse gründen auf dem Konzept der 2000-Watt-Gesellschaft. Dieses sieht vor, dass der Energieverbrauch pro Einwohnerin und Einwohner längerfristig auf eine Dauerleistung von 2000 Watt und der jährliche CO2-Ausstoss auf eine Tonne beschränkt werden (Suffizienz). Auf dem Weg dorthin soll die Effizienz beim Energieeinsatz gefördert und der Ersatz von atomarer und fossiler durch erneuerbare Energieträger vorgenommen werden (Substitution). Mit diesem Zusammenspiel von Suffizienz, Effizienz und Substitution wollen die EVP und die Grünen die Basis für einen nachhaltigen Energieverbrauch in der Gemeinde legen.

 

Für weitere Auskünfte stehen Ihnen folgende Personen gerne zur Verfügung:

 

Philippe Messerli, Stadtrat, Präsident EVP Nidau Tel. 076 588 63 36

Marlis Gutermuth-Ettlin, Stadträtin, Grüne Nidau Tel. 032 322 96 10

 

Beilagen:

- Initiative für ein nachhaltiges Nidau

- 8 parlamentarische Vorstösse (5 Motionen und 3 Postulate)

 

Nidau, 10. Mai 2011